Informationen für Leibniz-Einrichtungen

Wie können sich Leibniz-Einrichtungen an LeibnizOpen beteiligen?

Für die Beteiligung von Leibniz-Einrichtungen gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Eine Einrichtung kann ihre Inhalte in ein Repository einer koordinierenden Institution einpflegen und von dort an LeibnizOpen übermitteln lassen. Diese Form der Beteiligung wird durch bilaterale Kooperationsvereinbarungen zwischen den beteiligten Instituten geregelt (Beispiel für ein Memorandum of Understanding). Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Ihre zuständige Ansprechpartnerin oder Ihren zuständigen Ansprechpartner.
  2. Eine Einrichtung kann sich direkt mit dem eigenen Repository an LeibnizOpen anbinden. Die Bedingungen für eine direkte Anbindung sind definiert in den Technischen Umsetzungshinweisen für Leibniz-Einrichtungen

Nutzungsvereinbarung

Die Nutzungsvereinbarung gewährleistet das Einverständnis der Autorin oder des Autors mit der Speicherung und öffentlichen Verfügbarmachung seines Werks in LeibnizOpen bzw. den LeibnizOpen zugrundeliegenden Repositories.

Die Vertragsvorlage wurde von der Geschäftsstelle der Leibniz-Gemeinschaft in Zusammenarbeit mit der AG LeibnizOpen entwickelt. Sie dient den Betreibern der LeibnizOpen zugrundeliegenden Repositories als gemeinsame Grundlage, die für den Einsatz in der Praxis auf die jeweiligen Workflows und technischen Systeme angepasst wurde. Die Vertragsvorlage und die Checkliste stehen unter einer Creative Commons Namensnennung 3.0 Unported Lizenz.

Wie können sich Autorinnen und Autoren die Rechte für eine Zweitveröffentlichung ihrer Publikation auf einem Repositorium sichern?

Maßgeblich für die Möglichkeiten, die Autorinnen und Autoren bei der Zweitveröffentlichung im Open Access haben, ist der Verlagsvertrag (Autorenvertrag). Die meisten Verlage sehen in ihren Verträgen die Möglichkeit einer parallelen Bereitstellung von Werken in institutionellen oder fachlichen Repositorien vor. Oft darf dabei die letzte Autorenversion nach dem Peer-Reviewing (akzeptiertes Manuskript), selten die vom Verlag publizierte Endfassung verwendet werden. Häufig ist eine Bereitstellung erst nach einer Embargofrist von mehreren Monaten möglich. Eine Übersicht über die Policies vieler Zeitschriftenverlage liefert SHERPA/RoMEO.

Falls die Möglichkeit einer Zweitveröffentlichung in den Verträgen nicht vorgesehen ist, wird Autorinnen und Autoren empfohlen, dem Verlagsvertrag einen Zusatz beizufügen, um sich ein einfaches Nutzungsrecht für die Zweitveröffentlichung auf einem Repositorium vorzubehalten.

Zwar räumt die Neuregelung in § 38 Abs. 4 UrhG Autoren unter bestimmten Einschränkungen bereits ein gesetzliches Zweitveröffentlichungsrecht beispielsweise in einem Repositorium ein,
jedoch gilt dies nur für Zeitschriftenbeiträge sowie erst nach Ablauf von 12 Monaten seit der Erstveröffentlichung bei einem Verlag.

Für die an LeibnizOpen angebundenen Repositorien wurden in Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle Formulierungshilfen für Vertragszusätze entwickelt. Unter Umständen können damit günstigere Bedingungen für die Veröffentlichung auf Repositorien erreicht werden, als sie das Zweitveröffentlichungsrecht eröffnet. Zudem können diese auch für Publikationsarten verwendet werden, für die das Zweitveröffentlichungsrecht nicht gilt (z.B. Aufsätze in Sammelwerken, Beiträge in Konferenzbänden, Monographien). Für diese Vereinbarung mit dem Verlag sind verschiedene Varianten denkbar, die in der Vorlage auswählbar sind. Bitte wählen Sie die Optionen aus, die Ihren Anforderungen entsprechen.

Der nachfolgende Formulierungsvorschlag sichert den Autorinnen und Autoren nach einer individuell festzulegenden Embargofrist ein Nutzungsrecht an der Manuskriptversion bzw. der Verlagsversion für das öffentliche Zugänglichmachen im Internet zu:

Diese Vereinbarung sollte dem Verlag vor Abschluss des Verlagsvertrages vorgelegt und spätestens mit dem Abschluss des Verlagsvertrags unterschrieben werden, um zu verhindern, dass eine entgegenstehende Regelung getroffen wird.